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    <message>S&#252;damerika r&#252;stet auf 
Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Nicht verschrottet, sondern verscherbelt: ausrangierte deutsche Panzer 
Die Gr&#252;nde f&#252;r die Aufr&#252;stung sind vielf&#228;ltig: Polarisierende Ideologien auf der einen, alte Konflikte auf der anderen Seite. Besonders bemerkenswert aber: Der Ressourcenreichtum treibt die Milit&#228;rausgaben in die H&#246;he.


Bildunterschrift: Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die gr&#246;&#223;te Kupfermine Chuquicamata in Chile
Die reichen &#214;lstaaten auf der arabischen Halbinsel machen es seit Jahrzehnten vor: Je h&#246;her die Rohstofferl&#246;se ausfallen, desto mehr Geld kann f&#252;r R&#252;stung ausgegeben werden. Dieser Trend ist auch in S&#252;damerika klar messbar. Am deutlichsten in den L&#228;ndern, die ihre Milit&#228;rhaushalte direkt an den Ressourcengewinn koppeln. In Zeiten hoher Rohstoffpreise erfreuen sich die s&#252;damerikanischen Milit&#228;rs eines kontinuierlichen Geldsegens. 

Milit&#228;rs auf Shoppingtour

Vorreiter und Pate f&#252;r dieses Modell der ressourcenfinanzierten R&#252;stungspolitik ist Chile. Seit dem Jahr 1958, also lange vor der Milit&#228;rdiktatur, f&#252;hrte das Land das sogenannte "Kupfergesetz" ein, die "Ley Reservada del Cobre". Zehn Prozent aus den Gewinnen des staatlichen Kupferkonzerns CODELCO werden demnach automatisch in den Milit&#228;rhaushalt geleitet - und gehen zu gleichen Teilen an Marine, Heer und Luftwaffe. In Zeiten hoher Kupferpreise ist dies ein wahres El Dorado f&#252;r die Uniformierten, die dadurch weltweit auf Shoppingtour gehen. 


Bildunterschrift: Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und sein chilenischer Amtskollege Jose Goni Carrasco im vergangenen November
Neben US-amerikanischen F16-Kampfjets und vielen anderen Waffentypen aus Frankreich, den Niederlanden und Spanien, kaufte Chile im Jahr 2007 von Deutschland 14 gebrauchte Leopard II - die als die schlagkr&#228;ftigsten Panzer der Welt gelten und eigentlich nur an Nato-Partner, EU-Mitglieder und stabile, friedliche Demokratien ausgeliefert werden. Der chilenische Fall ist wegen der Grenzstreitigkeiten mit seinen n&#246;rdlichen Nachbarn im wahrsten Sinne ein Grenzfall - und steht daher in der Kritik. 114 dieser Panzer nennt Chile seit der Vertragsschlie&#223;ung 2006 sein eigen. Es ist das einzige s&#252;damerikanische Land, das diesen Typus besitzt. 124 Millionen US-Dollar sind die ausrangierten Panzer dem Andenstaat wert. 300 w&#252;nscht sich das Land insgesamt. Schnell sind die Leoparden-Panzer und auch im unebenen Gel&#228;nde schusssicher. Chile hat diese Panzer an seiner Nordgrenze stationiert, was seine traditionell mit ihm verfeindeten Nachbarn Peru und Bolivien naturgem&#228;&#223; als Provokation betrachten.  

Ecuador und Peru wollen milit&#228;risch wachsen

Was in Chile das Kupfer, ist in Ecuador das Erd&#246;l. Als das Land 1972 mit der F&#246;rderung von Erd&#246;l begann - installierte das ehemalige Milit&#228;rregime auch den ressourcenfinanzierten R&#252;stungsfonds - den Fondo de Defensa Nacional. Neben Chile und Ecuador besitzt seit dem 1. Januar 2005 auch Peru einen derartigen R&#252;stungsfonds. Der "Fondo para las Fuerzas Armadas y Polic&#237;a Nacional" speist sich mit Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas, das seit August 2004 aus dem Amazonas-Gebiet gef&#246;rdert wird. 


Bildunterschrift: Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die Atacamaw&#252;ste - Grenzgebiet zwischen Chile, Bolivien und Peru - f&#252;r Panzer kein leichtes Terrain 

Bis zum Jahr 2025 sollen auf diese Weise zus&#228;tzliche 1,2 Milliarden US-Dollar f&#252;r Modernisierung, Reparatur und Unterhalt der R&#252;stungsg&#252;ter zur Verf&#252;gung stehen. Erkl&#228;rtes Ziel der peruanischen Regierung war es, dadurch "das strategische Gleichgewicht mit Chile herzustellen" (Plan Estrat&#233;gico 2005-2021). Auch Bolivien will ein derartiges ressourcenabh&#228;ngiges Aufr&#252;stungsprogramm auf die Beine stellen.

Experten besorgt

R&#252;stungsexperte Michael Radseck vom GIGA-Institut in Hamburg beobachtet die Aufr&#252;stungstendenzen in S&#252;damerika mit Besorgnis. Die Modernisierung und Aufr&#252;stung der Streitkr&#228;fte einiger L&#228;nder, wie Chile, habe abschreckende Wirkung auf die Nachbarl&#228;nder und verst&#228;rke das milit&#228;rische Ungleichgewicht - "unbeschadet der gebetsm&#252;hlenartigen Beteuerungen der chilenischen Regierung, die eigenen Streitkr&#228;fte nur modernisieren und keine offensiven Ziele verfolgen zu wollen", sagt Radseck. Unstrittig sei, dass die "unilateralen Gro&#223;waffenk&#228;ufe durch das chilenische Milit&#228;r die historisch belasteten Beziehungen zu seinen n&#246;rdlichen Nachbarn nicht hat entspannen und die offenen Grenz- und Territorialkonflikte nicht hat ma&#223;geblich entsch&#228;rfen lassen", so Radseck.


Bildunterschrift: Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Im September k&#252;ndigte Hugo Ch&#225;vez Seeman&#246;ver mit Russland an
Von einer allumfassenden R&#252;stungsspirale in Lateinamerika spricht aber weder Michael Radseck, noch G&#252;nther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Auch Maihold verzeichnet einen "dramatischen Zuwachs der Milit&#228;rausgaben" - aber vor allem in den L&#228;ndern Chile, Brasilien, Venezuela und Kolumbien. Die L&#228;nder Peru, Ecuador und Bolivien nennt er nicht. Zu gering sind hier die Gelder, die die Ressourcen tats&#228;chlich abwerfen. Ein wirkliches Gleichziehen mit Kupferweltmarktf&#252;hrer Chile im Sinne einer echten R&#252;stungsspirale ist aus &#246;konomischen Gr&#252;nden nicht m&#246;glich. Aber auch wenn die Mittel f&#252;r ein Wettr&#252;sten bei den n&#246;rdlichen Nachbarn Chiles noch nicht vorhanden sind, so ist das Bedrohungsszenario f&#252;r die Betroffenen doch real.

Wettr&#252;sten zwischen Kolumbien und Venezuela

Ein echter R&#252;stungswettlauf zeichnet sich allerdings zwischen Kolumbien und Venezuela ab. Kolumbien, das im Kampf gegen die Drogenkriminalit&#228;t und als B&#252;ndnispartner von den USA massiv mit Waffenlieferungen unterst&#252;tzt wird, liefert sich mit Venezuela ein Duell der Abschreckungsrhetorik. Der venezolanische Staatschef Hugo Ch&#225;vez, der nicht m&#252;de wird, vor dem "Feind" USA zu warnen und sein Land f&#252;r einen asymmetrischen Krieg gegen den "Imperialismus" fit machen will, hat durch seinen &#214;lreichtum gen&#252;gend Petrodollar f&#252;r Waffenk&#228;ufe &#252;brig. 


Bildunterschrift: Gro&#223;ansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Er will die Vormachtstellung - Pr&#228;sident Lula Da Silva Auch Brasilien hat schon Interesse an dem Leopard-II -Panzer angemeldet, wie Michael Radseck berichtet. Vor allem aber im Bereich Luftwaffe hat das Land in den vergangenen Jahren stark aufger&#252;stet, was im Hinblick auf die Gr&#246;&#223;e und die physionomischen Gegebenheiten des Landes auch nachvollziehbar ist. Einen Sonderfall stellt Brasilien nach Einsch&#228;tzung Radsecks dar, da es mit "seinen Waffenk&#228;ufen vor allem seinen regionalen F&#252;hrungsanspruch milit&#228;risch untermauert." Insoweit m&#252;sse auch Brasilia auf die R&#252;stungsk&#228;ufe durch Santiago de Chile und Caracas reagieren.


 
Vera M&#246;ller-Holtkamp 
 
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    <name>An&#243;nimo</name>
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    <message>En aleman no entiendo nada, y el traductor de google no me ha dado la solucion :(

Un saludo.</message>
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    <message>El que firma videos solo lo hace por colocar un enlace a su guarrada que promociona, le deber&#237;a dar verguenza de su poca imaginaci&#243;n donde coloc&#243; el enlace ya que este blog reivindica a las mujeres no como objetos sexuales sino como personas...Jaja que verguenza de p&#225;jaro
Y si en verdad quieres saber que dice en alem&#225;n Dumm  b&#250;sca el significado
Danke Sh&#246;nn.
Eine Frau</message>
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    <message>El materialismo hist&#243;rico como marco te&#243;rico de la concepci&#243;n de la mujer. El origen de la familia, la propiedad privada y el estado, de Engels. Bachofen y Morgan como referentes antropol&#243;gicos de la reconstrucci&#243;n engelsiana. Clara Zetkin: el proyecto de organizaci&#243;n internacional del movimiento femenino proletario en el contexto de la lucha contra el reformismo de la II Internacional y la pol&#233;mica en torno a la relaci&#243;n entre &#8220;movimiento de masas&#8221; y Partido. El &#243;rgano de prensa femenina &#8220;Die Gleichheit&#8221;. La dimensi&#243;n feminista de Rosa Luxemburgo. La aportaci&#243;n de August Bebel: &#8220;cuesti&#243;n femenina&#8221; y &#8220;cuesti&#243;n social&#8221; y criticas a las limitaciones del &#8220;sufragismo burgu&#233;s&#8221;. Figura y obra de Alexandra Kollontai: revoluci&#243;n sexual y revoluci&#243;n proletaria</message>
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